Hund und Kind – Vertragen sie sich?

By | 24. Februar 2019
Hund und Kind Kleines lockiges Mädchen mit einem papillon Welpen, Sommer im Freien

Wer ein Baby bekommt, muss natürlich nicht seinen Hund abgeben. Allerdings sollten alle wichtigen Maßnahmen ergriffen werden, um den Vierbeiner ideal auf das neue Familienmitglied vorzubereiten. Am besten wird ihm schon während der Schwangerschaft beigebracht, dass er sich passend in sein Rudel einfügen muss. Nicht selten klappt das Zusammenleben von Hund und Kind sehr gut und der Vierbeiner passt sogar immer auf dieses auf. Anders sieht es häufig aus, wenn der Nachwuchs schon etwas älter ist und seine Umgebung erkundet. Dann ist es sehr wichtig, dass die Eltern ihm ganz klar sagen, dass es den Hund nicht ärgern darf.

Sollten Kinder mit einem Hund aufwachsen?

Grundsätzlich kann diese Frage mit Ja beantwortet werden. Denn wenn sie sich gut verstehen, können beide Seiten von dem Zusammenleben profitieren. Nicht selten bauen Kinder eine sehr enge Beziehung zu dem Tier auf. Sie finden ihre ganz eigenen Wege, um miteinander zu kommunizieren. Das kann sehr förderlich für die Kindesentwicklung sein. Denn so lernt der Nachwuchs, auch wenn er noch nicht sprechen kann, mit einem anderen Wesen zu agieren. Im Folgenden werden nun einige Vorteile und Nachteile vorgestellt, die das Zusammenleben von Hund und Kind mit sich bringt.

Hund und Kind – welche Vorteile gibt es?

In einer Studie im finnischen Kuopio University Hospital wurde herausgefunden, dass viele Babys, die gerade in ihrem ersten Lebensjahr oft mit Hunden in Kontakt waren, wesentlich seltener krank waren. Unter anderem litten sie nicht so oft unter Ohrinfektionen. Dadurch mussten sie weniger Antibiotika einnehmen, als Kinder, die keinen oder nur wenig Kontakt mit Hunden hatten. Übrigens wurde ein vergleichbarer Effekt mit Katzen beobachtet. Es wird vermutet, dass der Dreck und die Bakterien, die sie wie auch die Fellnasen ins Haus tragen, das Immunsystem des Nachwuchses stärken können. Dadurch sind diese in der Zukunft seltener krank und leben länger gesund.

Ein weiterer Vorteil, der sich durch das Zusammenleben von Hund und Kind ergibt, ist, dass sich Letztere zwangsläufig mehr draußen an der frischen Luft und in der Natur aufhalten. Denn entweder die Eltern nehmen beide mit auf den täglichen Spaziergang oder das Kind ist bereits alt genug, um eigenständig mit dem Hund Gassi zu gehen. Viele Vierbeiner lieben es, mit ihren Menschen zu rennen und zu toben. Dadurch bleiben Hund und Kind fit und bewegen sich genug.

Hund und Kind Junge im Spielzeugauto und Mops warten auf Startsignal

Hund und Kind – welche Nachteile gibt es?

Ein kleiner Nachteil des Zusammenlebens von Hund und Kind ist, dass Ersterer auch bei schlechtem Wetter nach draußen muss. Das gilt auch für den Fall, das Kind krank ist. Zum Problem wird die Kombination zudem, wenn Letzteres gegen die Haare des Vierbeiners allergisch ist. Denn schließlich sollte der noch schwache Organismus in jungen Jahren noch nicht mit starken Gegenmitteln belastet werden.

Zudem bringt der Hund nicht selten auch Zecken und andere Ungeziefer mit ins Haus, die eventuell auf das Kind übergehen könnten. Oft kommt es auch vor, dass einer der beiden sich vernachlässigt fühlt. Um das zu vermeiden, sollten die Eltern unbedingt darauf achten, sich immer mit beiden ausreichend zu beschäftigen. Viele Unternehmungen sind sogar gemeinsam möglich, was ideal ist.

Hund und Kind Kleines Mädchen mit großem Hund an der Leine

Worauf muss ich achten, wenn mein Kind mit einem Hund aufwächst?

Ein Kind nimmt genauso wie ein Hund Zeit in Anspruch. Und wenn beide in dem Haushalt leben, brauchen auch beide Aufmerksamkeit. Dadurch ist es nicht mehr ohne Weiteres möglich, spontan wegzufahren. Das sollten Sie im Vorfeld unbedingt beachten. Denn Hunde wie auch Kinder können nicht einige Tage alleine bleiben und sind daher darauf angewiesen, dass sich jemand um sie kümmert und sie mit Liebe und Nahrung versorgt.

Zudem sollten Sie beachten das das neue Familienmitglied für den Vierbeiner eine große Umstellung bedeutet. Denn das Kind schreit, weint, rennt durch die Wohnung und verbreitet viele neue Gerüche. Das alles bedeutet Stress für ihn. Daher sollte er immer ausreichend Ruhephasen erhalten und sich immer dann, wann er will, an einen ruhigen Platz zurückziehen können. Damit beide (Hund und Kind) immer genug Aufmerksamkeit erhalten, macht es Sinn, regelmäßig etwas mit beiden gemeinsam zu unternehmen.