Hund im Büro – gute Idee oder eher nicht?

By | 11. April 2019
Hund im Büro Geschäftshunde in den Klagen bei der Arbeit hinter dem Bürotisch. Das Konzept von Manager und Untergebenen, verschiedene Charaktere, Büroangestellte

Haben Sie sich gerade erst einen Hund angeschafft, oder sind am Überlegen dies zu tun? Dann stecken Sie wahrscheinlich mitten in den Vorbereitungen. Sie planen Ihren gesamten Tagesablauf durch. Irgendwann kommen Sie bei einem Thema an: der Hund im Büro. Kann das funktionieren? Hast du dir gerade erst einen Hund angeschafft oder bist am Überlegen, dies zu tun? Dann steckst du im Moment wahrscheinlich mitten in den Vorbereitungen, planst deinen gesamten Tagesablauf durch und kommst irgendwann bei einem Thema an: der Hund im Büro. Kann das funktionieren? Darf ich meinen Hund überhaupt mit auf Arbeit nehmen oder ist dies eventuell sogar verboten? Und falls es erlaubt ist, ist das tatsächlich ein guter Einfall oder bedeutet es nicht eher Stress für den Vierbeiner? Alles, was du dazu wissen musst, erfährst du hier.

Hund im Büro Die Rechtslage

Bevor Sie Ihren Hund mit zur Arbeit nehmen, sollten Sie Ihren Arbeitgeber vorher darüber informieren. Dabei können Sie sich gleich seine Erlaubnis dazu einholen. Dieser darf nämlich laut Gesetz darüber entscheiden, ob Sie Ihren Vierbeiner mitbringen dürfen oder nicht. Beachten Sie dies nicht, kann er Sie im schlimmsten Fall sogar entlassen. Falls jedoch bereits einer Ihrer Kollegen die Erlaubnis bekommen hat, können Sie dies auch bei Ihrem Chef einfordern. Notfalls können Sie auf das Gleichbehandlungsgesetz verweisen. Demnach darf der Arbeitgeber Ihnen im Vergleich zu anderen Mitarbeitern keinen Nachteil verschaffen.

Übrigens: Bei Assistenz– bzw. Blindenführhunden sieht das Ganze anders aus. Ihre Halter haben das Recht, das Tier mit ins Büro zu bringen. Vorausgesetzt Sie sind ohne es nicht in der Lage selbstständig Ihre Arbeit zu erledigen. Hier kann selbst der Chef nichts dagegen ausrichten.

Hund im Büro zwei Geschäftshunde in den Krawatten, die im Büro zusammenarbeiten

Vorteile von Hunden im Büro


Mittlerweile gibt es sogar wissenschaftliche Belege, die beweisen, dass sich der Hund im Büro positiv auf das gesamte Arbeitsklima auswirkt. Dies hat mehrere Gründe:


Die Universität Buffalo in New York fand heraus, dass die Anwesenheit der Hunde insbesondere bei angespannten Situationen blutdrucksenkend wirkt. Dadurch kann sich die betroffene Person leichter entspannen und wieder auf seine Aufgaben konzentrieren. Steht beispielsweise eine wichtige Präsentation oder ein entscheidendes Meeting an, kann der Vierbeiner dazu beitragen, dass Sie sich beruhigen können. Aber auch bei Streitgesprächen, die in vielen Unternehmen keine Seltenheit sind, wirkt der beste Freund des Menschen wahre Wunder. So brauchen Sie garantiert nie wieder Beruhigungstabletten!


Wenn Sie ihren Liebling kraulen oder ihm sanft über das Fell streicheln, wird das Hormon Oxytocin freigesetzt. Dieses ist auch als sogenanntes Liebeshormon bekannt. Unter anderem trägt es dazu bei, dass die Laune im Büro besser wird und die Mitarbeiter zusammengeschweißt werden. Forscher zeigten sogar, dass psychische Krankheiten mithilfe von Bürohunden vermieden werden können. In heutigen Zeiten ist ein Burnout nicht mehr selten. Der Hund im Büro kann solche Erkrankungen erwiesenermaßen vermeiden.


Langweilige Pausen, in denen Sie einfach an Ihrem Arbeitsplatz sitzen und etwas essen, haben endlich ein Ende. Denn ab sofort kommt wieder mehr Bewegung in Ihr Leben. So können Sie sich in der Mittagspause im Park genüsslich mit Ihrem tierischen Freund die Beine vertreten. Anschließend kommen Sie voller Energie wieder zurück ins Büro.

Nicht nur für Sie bringt es Vorteile, wenn Sie Ihren Hund mit auf die Arbeit bringen. Dasselbe gilt auch für Ihren treuen Freund. Schließlich muss dieser so nicht den ganzen Tag zuhause verbringen und auf Sie warten. Sie müssen sich keine Sorgen mehr machen, ob der Hund etwas anstellt und gerade Ihre Wohnung ruiniert. Sie haben ihn nun die ganze Zeit im Blick und können auf ihn aufpassen.

Hund im Büro Englische Bulldogge, die an einem Schreibtisch vor einem Computer als Bürovorsteher sitzt


Nachteile von Hunden im Büro


Hunde sind unberechenbar, daher kann es vorkommen, dass Ihr Liebling verrücktspielt und den Arbeitsplatz verwüstet. Außerdem könnte er wichtige Kunden durch Bellen verängstigen. Kommt teure Dekoration zu Schaden müssen Sie im Zweifelsfall dafür haften. Eine Hundehaftpflichtversicherung wäre in so einem Fall von Vorteil.

Die Mitnahme des Hundes kann auch äußerst kontraproduktiv sein. Dies ist der Fall, wenn neben Ihnem Büro ein Kollege sitzt der panische Angst vor Hunden hat. Dies gilt ebenso, wenn er unter einer Tierhaarallergie leidet. Die Qualität der Arbeit des Kollegen würde dauerhaft sinken, womöglich verleiten Sie ihn damit sogar zu einer Kündigung. Oder aber der Mitarbeiter wird schnell zu deinem persönlichen Feind und setzt alles daran, den Hund wieder loszuwerden. Aus diesem Grund sollten Sie unbedingt im Vornherein abklären, ob einer Ihrer Kollegen gegen den Hund im Büro ist. So vermeidest Sie unangenehme Überraschungen.


Ein weiterer Punkt ist die Hygiene. Wer Hundehalter ist, der weiß, dass diese Tiere eine erhebliche Menge an Haaren verlieren. Sie müssen sich also darauf einstellen, dass im gesamten Büro Tierhaare verteilt sind. Daher müssen Sie eventuell jeden Tag den Boden saugen. Nicht zu vergessen ist der unverkennbare Hundegeruch. Bereits beim Betreten der Firma werden viele Kunden dies bemerken und möglicherweise sofort wieder umkehren.


Auch wenn der Hund im Büro in Ihrer Nähe ist, ist das nicht für alle Hunderassen die beste Lösung. Viele Vierbeiner werden durch die ungewohnte Umgebung und die ständigen Geräusche gestört. Deshalb können sie kein Auge schließen und sind den ganzen Tag gestresst.