Silvester mit Hund – Wie schützt man seinen Hund?

By | 1. November 2019
Silvester mit Hund Ein Mann, der seinen Hund, enge Freundschaft liebevoll im Studiohintergrund kuschelt und umarmt

Für uns Menschen ist Silvester jedes Jahr ein großer Spaß, aber für unsere Hunde das genaue Gegenteil. Im besten Fall verschläft ein entspannter Hund das Feuerwerk, aber im schlimmsten Fall verursacht es einem nervösen Tier extremen Stress. Für Hundehalter mit empfindlichen Tieren ist Silvester mit Hund immer wieder eine Herausforderung. Durch einige Maßnahmen können Sie aber den Stress wesentlich reduzieren.

Was verursacht dem Hund Stress?

Die Idee hinter dem Feuerwerk war früher für uns Menschen, die Geister des alten Jahres zu vertreiben um ganz unbelastet ins neue Jahr zu starten. Für Hunde kommt ein Feuerwerk jedoch dem Weltuntergang oder einer Kriegssituation nahe. Durch das viel bessere Gehör ist ein Knaller noch um einiges lauter und außerdem ist für das Tier die Geräuschquelle unklar. Dass der Lärm über den Tag verteilt ständig und überraschend immer wieder kehrt, ist für den Hund kaum zu ertragen. Die Unregelmäßigkeit kann zu keiner Gewohnheit führen und die Knaller erwischen den Hund deshalb immer wieder erschreckend.

Die Krönung des Ganzen ist dann das Feuerwerk um Mitternacht, das für den Hund wie eine Bestätigung seiner den Tag über entwickelten Panik ist. Erschwerend kommt hinzu, dass wir Menschen uns anders verhalten als an normalen Wochentagen. Es gibt keinen gewohnten Tagesablauf, Vorbereitungen sind im Gange und eine andere Stimmung haben wir auch. All das nimmt der Hund mit seinem feinen Gespür für Stimmungen wahr und es trägt zu seiner Unsicherheit bei. Da hilft es auch nichts, wenn eigentlich alle fröhlich und positiv gelaunt sind. Beim Hund kommt nur an, dass alles anders ist und es draußen ständig schießt.

Silvester mit HundSicherheits Chihuahua unterstützt Hase beim Silvesterraketen starten lassen

Tipps und Tricks vor und während dem Feuerwerk

Vielerorts wird schon den ganzen Tag über immer mal wieder ein Knaller gezündet. Dennoch ist es besser, mit dem Hund tagsüber ausführlich Gassi zu gehen. Abends nehmen die Knaller immer mehr zu und ein nervöser Hund wird vermutlich nicht einmal mehr das Haus verlassen wollen. Darum sollte er tagsüber möglichst seinen Haufen machen und die Gelegenheit bekommen, sich zu bewegen, denn damit kann er Stress abbauen. Am besten fährt man mit dem Hund etwas abgelegen in die Natur, wo es ruhig ist.

Während Knallern, die tagsüber den Hund erschrecken, kann es helfen mit dem Tier zu spielen, oder es mit Knabbereien abzulenken. Der Hund soll erkennen, dass die Geräusche ihm nichts anhaben können und ihn nicht beeinflussen. Je entspannter und selbstverständlicher sein Mensch auf die Geräusche reagiert, desto besser kann das auch der Hund. Sich mit ihm zu beschäftigen gibt ihm Nähe und Ablenkung. Dabei ist aber wichtig, dass Sie ihn nicht bemitleiden, denn das bedeutet für ihn die Bestätigung seiner Angst. Er erkennt dann, dass Sie ihn anders behandeln als sonst und das bestätigt ihm, dass er Recht hat mit seiner Einschätzung, es könnte Gefahr drohen.

Silvester mit Hund bedeutet für keine zwei Hundehalter das Gleiche, denn jedes Tier reagiert anders. Wenn der Hund Nähe sucht, sollten Sie ihm diese auch geben. Falls er jedoch eher flüchten möchte, ist auch das in Ordnung. Er wird sich instinktiv aussuchen, womit er sich sicher fühlt. Sollte er versuchen, sich zu verstecken, kann man ihm dabei helfen. Zum Beispiel kleine Höhlen bauen, die mit Kissen gepolstert und mit einer Decke geschützt sind. Auch ein abgedunkelter Raum kann helfen, in dem die Rolläden herunter gelassen werden, um den Lärm möglicht gut zu dämpfen.

Gleich geht’s los was nun?

Auf keinen Fall sollten Sie das Tier während dem Abend allein lassen. Silvester mit Hund bedeutet genau das: MIT Hund! Sein Rudel bei sich zu haben bedeutet für ihn in diesem Moment alles, es ist das Letzte, was ihm ein Mindestmaß an Sicherheit gibt. Während dem Feuerwerk um Mitternacht sollten Sie den Hund genau beobachten. Wenn er zu lange zittert, sich nicht beruhigen lässt und sogar beginnt zu hecheln, hat er extremen Stress. Dann müssen Maßnahmen ergriffen werden, die zwar den eigenen Spaß am Fest eingrenzen, aber das Tier vor einem Kreislaufproblem bewahren können.

Der Lärm des Feuerwerks sollten Sie möglichst abdämpften, also alle Rollläden im Raum schließen und entspannende Musik anstellen. Als langfristige Vorbereitung auf Silvester mit Hund hat es sich bewährt, schon Wochen im Voraus eine bestimmte Musik in entspannten Zeiten abzuspielen. Diese Musik verbindet das Tier dann mit Ruhe und Sicherheit und sie kann in stressigen Momenten als Gegenmittel eingesetzt werden.

Silvester mit Hund Chihuahua hält verbots Schild mit Rakete zwischen den Pfoten


Auch natürliche Beruhigungsmittel wie zum Beispiel ätherisches Lavendelöl wirken sehr gut auf Hunde. Dafür geben Sie das Öl entweder auf einen Duftstein oder füllen es mit Wasser gemischt in eine Sprühflasche. Bei Bedarf können Sie es dann in der Luft versprühen. Genau wie auf Menschen wirkt Lavendel auch auf Hunde stark entspannend.

Nicht nur an Silvester mit Hund sind manche Besitzer von ihren nervösen Tieren überfordert. Ein sensibler Hund ist immer eine Herausfoderung, die sich mit genügend Einfühlungsvermögen jedoch meistern lässt. Generell gilt, dass der Hund sich an deinem Menschen orientiert. Das bedeutet, je gelassener und positiver sich der Mensch fühlt, desto selbstsicherer ist auch sein Hund. Am besten also selbst keine große Sache aus stressigen Situationen machen, sondern dem Tier Stärke vermitteln.

Hilfe für nervöse Hunde

Vor allem kleine Hunde mögen es sehr, in Situationen wie einem Feuerwerk von ihren Menschen im Arm gehalten zu werden. Dabei hilft ein wenig sanfter Druck von allen Seiten, ganz so wie ein Baby, das fest in eine Decke gewickelt wird. Dadurch fühlt sich der Hund geschützt und geborgen von seinem starken Anführer des Rudels.

Wenn alles nichts hilft, kann der Tierarzt einige Wochen vor Silvester mit Hund ein entspannendes Mittel empfehlen. Es gibt einige Medikamente, die Sie schon vorbeugend über einen gewissen Zeitraum geben können und den Gesamtzustand des Hundes verbessern. Auf diese Art werden seine Nerven gestärkt und er kann sich besser entspannen. Natürlich sollten Medikamente jedoch immer das letzte Mittel der Wahl sein. Besser ist es dem Hund zunächst mit Liebe, Ruhe und Geborgenheit zu begegnen.