Zahnstein beim Hund – Kann zu schlimmen Erkrankungen führen

Von | 24. Januar 2019

Zahnstein beim Hund. Ärztin untersucht Hundezähne

Auch beim Hund kann es zu Bildung von Zahnstein kommen. Zahnstein beim Hund hat dieselben Folgen wie beim Menschen. Am Anfang kommt es nur zu leichten Verfärbungen. Sie sehen zwar unschön aus. Aber außer einer rauen Oberfläche der Zähne machen sie noch keine ernsthaften Probleme. Nach und nach kommt es aber zu extremeren Verfärbungen, die sich grau, gelb oder braun äußern. Der Zahnbelag wird immer dicker und breitet sich über die gesamte Oberfläche des Zahnes aus. Irgendwann treten schwere Entzündungen des Zahnfleischs auf. Außerdem riecht der Atem schlechter und im schlimmsten Fall kann es sogar zu eitrigen Stellen an den Zahnhälsen kommen. Diese Ansammlung wird als Bakterienherd bezeichnet und sollten Sie in jedem Fall von einem Tierarzt behandeln lassen.

Wie äußert sich Zahnstein beim Hund?

Fortgeschrittener Zahnstein beim Hund kann sich durch blutiges Zahnfleisch, Mundgeruch oder ausfallende Zähne bemerkbar machen. Hat der Hund große Schmerzen kann er sogar das Futter vermeiden. Daher sollte man den Zahnstein frühzeitig erkennen und behandeln. Erste grau-gelbe Verfärbungen am Ansatz zum Zahnhals sollten Sie ernst nehmen. Da sich der Zahnstein beim Hund schnell ausbreiten kann.

Grundsätzlich kann jeder Hund von Zahnstein betroffen sein. Dieses ist jedoch auch anatomisch bedingt. So können kleinere Hunde mit eng stehenden Zähnen und langem, schmalem Kiefer eher an Zahnstein leiden. Größere Hunde haben ein größeres Gebiss, deshalb leiden sie weniger an Zahnstein. Zudem nimmt aber auch der Zahnstein beim Hund mit dem Alter zu.

Behandelt man Zahnstein nicht fallen irgendwann die Zähne aus. Dabei kann es zu schweren Komplikationen durch die Entzündungen kommen. Diese können sich nämlich auf Leber, Nieren und Herz ausweiten und erheblichen Schaden anrichten. Wie beim Menschen wird Zahnstein durch eine unzureichende Mund- und Zahnhygiene, sowie zuckerhaltige Nahrung begünstigt.

Zahnstein beim Hund. Tierarzt kratzt an Hundezahnen

Wie kann Zahnstein entfernt werden?

Eine professionelle Zahnreinigung und das Lösen des Zahnsteins erfolgt immer beim Tierarzt. In der Regel kommt dabei Ultraschall zum Einsatz und wird auf Grund der hohen Geräuschbelastung unter Narkose durchgeführt. Nur mit Ultraschall kann der Tierarzt die Zahnoberfläche richtig reinigen und von Zahnstein und Plaque befreien. Zudem können unter Narkose auch die Zahnfleischtaschen gesäubert und eine Politur der Zähne mit einer speziellen Paste vorgenommen werden.

Bei kleineren Ablagerungen wird alternativ zur Ultraschall Methode mit einer Zahnzange gearbeitet. Hier erfolgt ein mechanisches Absprengen des Zahnbelags ohne Narkose. In einigen Fällen reicht auch schon ein kleines Ankratzen des Zahnsteins, um diesen zu entfernen. In sehr schwierigen Fällen ist neben dem Haustierarzt auch der Gang zu einem Fachtierarzt für Zahnheilkunde empfehlenswert.

Zahnstein beim Hund. Hund kaut Knochen

Vorbeugende Maßnahmen gegen Zahnstein

Auch beim Hund ist eine regelmäßige Mund- und Zahnpflege empfehlenswert. Dadurch bildet sich weniger Zahnstein beim Hund. In erster Linie sollten Sie den Hund artgerecht füttern. Zucker und andere zuckerhaltige Inhaltsstoffe sollten in Hundefutter nichts zu suchen haben. Wird der Hund mit Nassfutter gefüttert, sollten zusätzlich Kauartikel angeboten werden. Das können z. B. Kaustangen, Rinderkopfhaut, Ochsenziemer oder Schweineohren sein. Sie sorgen für den natürlichen Abrieb der Zähne. Trockenfutter unterstützt durch den mechanischen Abrieb ebenfalls eine natürliche Zahnreinigung. Auch im Spiel ist eine Zahnreinigung mit entsprechendem Spielzeug möglich (Zerrseile, Zahnputz-Zergel). Gegen Verfärbungen der Zähne hilft täglich ein Apfel zum Kauen. Außerdem können die Zähne des Hundes mit einer weichen Zahnbürste und Hundezahn Creme regelmäßig geputzt werden. Kauartikel nach den Mahlzeiten sollten in die tägliche Futtermenge mit einberechnet werden. Diese sind oft sehr kalorienreich.