Hirschlausfliege beim Hund – Plagegeister im Sommer

Von | 28. November 2020
Hirschlausfliege beim Hund. Hündin liegt auf dem Sofa

Zecken, Grasmilben und Bremsen zählen zu den Plagegeister die den Hund im Sommer befallen. Dieses ist schon lästig genug und kann sogar im schlimmsten Fall zum Tod des Hundes führen. Jetzt kommt aber noch die Hirschlausfliege beim Hund dazu. Zecken, Grasmilben und Bremsen kennt fast jeder, aber die Hirschlausfliege ist nur den wenigsten bekannt. Diese Fliege kann dem Hund sehr gefährlich werden, daher sollte man schauen, dass der Hund keinen Kontakt zu der Fliege bekommt.

Aussehen der Hirschlausfliege beim Hund

Auf den ersten Blick sieht die Hirschlausfliege aus wie eine gewöhnliche Stubenfliege. Erst wenn man genauer hinschaut erkennt man an ihren 6 Beinen einen spitzen Rüssel und einen Haken. Das kleine Tierchen ist ungefähr 6 Millimeter groß und hat eine rotbraune Farbe. Die Hochzeit für die Hirschlausfliege ist August und September, aber auch im Frühjahr kann man die Tierchen entdecken. Sie leben meistens im Wald, in Kieferwald und Eichenwald aber auch im Mischwäldern fühlen sie sich wohl.

Da unsere Winter immer milder werden, steigt das Aufkommen der Tierchen stetig an. Normalerweise ist die Hirschlausfliege auf Waldbewohner spezialisiert. Sie befällt Wildtiere wie Rehe, Wildschweine oder Hirsche, aber auch vor Hunden machen sie keinen Halt. Hat die Fliege einmal beim Wirt zugebissen bleibt sie auf dem Wirt und fängt an mit Blutsaugen. Das Weibchen legt auf dem Wirt Larven ab, diese verpuppen sich dann auf dem Waldboden. Die Hirschlausfliege beim Hund sieht aus wie eine Zecke mit Flügel.

Diesen Parasiten sollte man sehr ernst nehmen. Er kann wie Zecken Krankheiten übertragen. Beim Hund schwillt die Bissstelle an. Der gebissene Bereich ähnelt einem Bluterguss sehr. Die betroffenen Stellen jucken sehr stark und sind schmerzhaft für das Tier. Nach einigen Tagen kann es zu Hautausschlägen führen. Dieses liegt daran das Gift aus den Lymphdrüsen ausgeschieden werden. Die größte Gefahr geht von den Krankheiten aus, die von der Hirschlausfliege übertragen werden kann.

Hirschlausfliege beim Hund. Hündin sucht Mause im Wald

Bekämpfung des Parasitens

Die Hirschlausfliege ist durch ihre Geschwindigkeit sehr schwer zu fangen. Wurde die Hirschlausfliege beim Hund entdeckt hilft ein so genannter Nissenkamm. Mit ihm kann man die kleinen Plagegeister herauskämmen. Sollte der Befall aber sehr stark sein hilft die radikale Abspritz-Methode. Dieses gefällt dem Hund zwar weniger, aber es ist eine gute Möglichkeit die Tierchen abzuspülen. Falls die Symptome sehr stark sind, sollte ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.

Vorbeugende Maßnahmen gegen die Hirschlausfliege

Mittel gegen Flöhe zeigen Wirkung gegen die Hirschlausfliege. Es gibt einige Öle, die von dem Parasiten nicht gern gesehen sind. Dazu zählen Lavendelöl, Teebaumöl, Zimtöl und Rosmarinöl, aber auch Katzenminze kann bei der Vorbeugung zum Einsatz kommen. Das Öl kann man auf das Halsband des Hundes auftragen. Wurde der Hund bereits gebissen kann Ringelblumensalbe und ein kühlendes Gel helfen die Schmerzen zu lindern. Zeigen sich großflächige Hautreizungen kann Heilerde eingesetzt werden.
Ein Befall beim Menschen ist sehr selten. Das liegt daran, dass die Fliege den Menschen als einen ungeeigneten Wirt ansieht. Die Fliege kommt meist nicht im ganzen Wald vor. Meist hält sie sich nur in bestimmten Gebieten auf. Sollte bekannt sein welche Gebiete im Wald von der Hirschlausfliege befallen sind, sollten diese Gebiete vermieden werden.

Hirschlausfliege beim Hund. Hund wird im Garten mit dem Wasserschlauch gebadet

Verträglichkeit der Mittel gegen Hirschlausfliege beim Hund

In der Regel vertragen die meisten Hunde die Wirkstoffe in den Mitteln gegen die Parasiten gut. Jedoch kann es zu Unverträglichkeiten kommen. Diese können durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden. Zum einen können Krankheiten eine Rolle spielen. Ebenfalls kann es bei empfindlichen Hunden zu Nebenwirkungen kommen. Was auf keinen Fall schaden kann ist das Lesen des Beipackzettels.